Industrielles Energiemanagement

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie

Energie ist eine Schlüsselressource industrieller Produktion und stellt nicht nur für energieintensive Industrien einen wesentlichen Kostentreiber dar.

In Deutschland müssen Unternehmen neben den direkten Energiekosten die indirekten Energiekosten tragen, darunter z.B. die Strom- und Energiesteuer oder die EEG- und KWK-Umlage. Zur Wahrung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit profitieren deutsche Unternehmen des produzierenden Gewerbes unter bestimmten Voraussetzungen von einem ermäßigten Steuersatz bei der Strom- und Energiesteuer sowie dem so genannten Spitzenausgleich (StromStG und EnergieStG). Auch die EEG-Umlage wird unter definierten Voraussetzungen begrenzt (EEG). Die so erzielten Steuerersparnisse können für kleine Unternehmen schnell fünfstellige Beträge und für energieintensive Unternehmen mehrere 100.000 Euro pro Jahr bedeuten.

Zukünftig werden Stromsteuerermäßigungen an die Erreichung konkreter Zielwerte bei der Reduzierung der Energieintensität gebunden. Für die Inanspruchnahme von Stromsteuerermäßigungen in den Antragsjahren 2013 und 2014 müssen Großunternehmen nachweisen, dass sie spätestens im Antragsjahr mit der Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) begonnen haben. Ab 2015 muss die Einführung eines EnMS spätestens im Antragsjahr abgeschlossen sein.

Die Zeit ist daher geboten, sich intensiv dem Thema Energiemanagement zu widmen. Für die zielgerichtete Verankerung dieser Aspekte des Energiemanagements und die Nachweiserbringung für Steuervergünstigungen empfiehlt sich die Implementierung eines EnMS nach der internationalen Norm ISO 50001.

Die Bereich »Produktionsqualität und Produktionsmesstechnik« unter Leitung von Professor Schmitt unterstützt Ihr Unternehmen in Fragestellungen im Kontext der energieeffizienten Produktion. Sprechen Sie uns an!

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